Es geht weiter…

Ich bin also 18, die Spiritualität ist geblockt, ich rauche, feiere mit meinen Freunden, ziehe sofort und Knall auf Fall von Zuhause aus.
Nachdem ich als Opernsängerin auf dem Musikkonservatorium nicht angenommen wurde, habe ich mich dafür entschieden Zahntechnikerin zu werden.
Im Betrieb meines Vaters. Ich hatte nichts anderes und auch keine Idee und da fand ich das sehr praktisch.
Ich bin eine sehr gute Zahntechnikerin geworden. Eine schnelle, eine die mehr putzt als alle anderen Lehrlinge. Als Töchterla vom Chef muss man sich schon ins Zeug legen.
Ich war aber auch noch jung. 😇
Da ich sehr wenig Geld verdient habe und noch nie Lust hatte großartig aufs Geld zu schauen, habe ich in einer Disko bedient, in einem Bistro gekocht und auf großen Parties in Bars gearbeitet (wahrscheinlich hatte ich mehr Geld als heute, dafür aber auch keinen Schlaf).
Sport hatte ich aufgehört mit der Lehre, denn da hatte ich keine Zeit mehr.
Vorher hatte ich 10 Stunden Judo in der Woche gemacht, selbst und als Trainer für Kinder und Jugendliche, dazu Ausdauer, Kraft,… Ballett, Yazz, Bauchtanz, Fechten,… alles was möglich war. 😚
Das mit der großen Liebe hat auch nie so geklappt und auf einmal war ich mit Werner zusammen und ratzfatz schwanger.
Ich habe aufgehört so wild zu feiern und so viel zu arbeiten.
Werner ist der Kompagnon meines Vaters und gut älter als ich. Wir haben dann direkt die Hochzeit geplant und dann habe ich das Kind verloren.
Ab da haben wir es auf ein Kind angelegt.
Ich wollte schon immer Kinder. Und dann war ich schwanger und die glücklichste Frau der Welt.
Alles andere war unwichtig, ich war schwanger – die Welt so, wie sie sich gehört.
Wir sind dann tatsächlich noch nach Australien gefahren (Offroad-Tour mit im Auto schlafen, durch Flüsse fahren,… 🤠)
O-Ton Frauenarzt „Ob sie das Kind hier verlieren oder nicht oder in Australien macht keinen Unterschied.“
Und so dachte ich mir „Wenn das Kind Australien schafft, dann schafft es alles.“
Und so sind wir um die halbe Welt gereist und es war wundervoll.
Ich bin 21.

Fortsetzung folgt.

Sabine Wettengel

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