Wintersonnenwende – Alban Arthuan

Die Sonne erreicht auf der Nordhalbkugel mittags ihren tiefsten Stand.

Und ab dem 22.Dezember steigt sie wieder und die Tage werden wieder länger.

Der 21.12. zeigt die meteorologische Jahreswende an. 

Die Wintersonnenwende.

Unsere Vorfahren feierten an diesem kürzesten Tag des Jahres „Jul“ (was im Übrigen einfach Fest heißt).

Der Beginn des neuen Sonnenjahres und des wiederkehrenden Lichtes.

Die alten Festtage nach dem Sonnen- und Mondstand werden seit Urzeiten begangen. 

Wenn wir ganz genau hinsehen, fällt uns auf, dass die christlichen Feiertage zu ähnlichen Zeitpunkten gefeiert werden.

Der Tag der Geburt von Jesus Christus ist nicht genau bekannt.

Als das Christentum eingeführt wurde ließen die meisten Menschen nicht von ihren alten Bräuchen ab. So kam es, dass schlaue Kirchenoberhäupter die kirchlichen Feiertage zeitmäßig eng an die alten Jahreskreisfeste banden und festlegten.

Die Wintersonnenwende wurde zu Weihnachten, zum Feiertag der Geburt Jesu Christi, die Geburt der wahren Sonne.

So mussten nicht allzu viele „Heiden“ bestraft werden und die Kirche freute sich über viele Feiernde – zumindest nach außen.

Äußerst praktisch.

So schließt sich der Kreis mit der Wintersonnenwende, Jul und Weihnachten.

Brauchtum zu Jul

Natürlich wird zur meteorologischen Jahreswende alles Alte verbrannt.

Als Erstes der Adventskranz. Vorher werden noch einmal feierlich alle Kerzen entzündet und mit dem Kranz in alle sechs Richtungen gedankt.

(Bei den Wikingern wurden brennende Kränze mit Stöcken die Berge herunter getrieben. Unter anderem um böse Geister zu vertreiben.)

Es wird geräuchert, gerne mit Beifuß und/oder Weihrauch.

Ich gebe in das Feuer dann noch meine lieben Kastanien, die ich jeden Herbst immer in meinen Jackentaschen sammele und streichele, die Reste meiner Kräuter, besondere Holzstücke und manchmal auch Zettel mit Dingen darauf geschrieben, die ich loslassen möchte.

Es gibt traditionell ein Festessen, bei dem Haferkekse und Äpfel, als Zeichen der Fruchtbarkeit, nicht fehlen dürfen.

Der Weihnachtsbaum wird geschmückt (in unserer Zeit auch aufgestellt, früher wurden immergrüne Bäume draußen geschmückt).
Traditionelle Farben sind weiß, rot, gelb und schwarz – die Farben der Richtungen, und blau und grün (für Himmel und Erde, für Oben und Unten).

Der Weihnachtsbaum symbolisiert den Lebensbaum.

Die Fenster werden geschmückt… mit Sternen, Kreisen, dem Lebensbaum, Sonnenbildern und anderen Zeichen.

An Jul beginnen auch die Raunächte und die Wilde Jagd treibt sich um.

Category : Allgemein

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