Am 21.12. ist Wintersonnenwende – Jul und die Thomasnacht.

„Ab dem Thomastag wächst der Tag um einen Hahnenschrei“

In Teilen Deutschlands beginnt in der Thomasnacht ein Zwölftägiges Glockengeläut, welches die bösen Geister und die wilde Jagd fernhalten soll.

Hier sehen wir klar, dass die Raunächte HEUTE beginnen.
Ab heute ist auch die wilde Jagd nachts unterwegs, angeführt von Odin und der Frau Holle.

Die wilde Jagd kommt aus einer anderen Welt,
aus einer anderen Dimension, aus der Astralwelt.
Es sind Geistwesen, die in den Lüften unterwegs sind,
oft sind Verstorbene und Ahnen dabei.
Generell wollen sie uns nichts Böses.

Sie freuen sich über gute Gaben, mit denen sie ihren Hunger stillen können.
Meine Familie und ich legen sowieso von fast jedem Essen einen Teil (in der Menge von ca. sieben Reiskörnern) in eine Schale außen am Fenster als Spirit Food („Der erste Schluck ist für die Götter“ – mit diesen Worten gießen unsere Filmhelden und gossen unsere Vorfahren den Anteil für die Spirits auf den Boden.).
In den Raunächten ist es eine schöne Tradition und eine Ehrung für die Ahnen, Spirits und Engels, wenn Ihr auch Spirit Food herausstellt.

In den Tagen der Raunächte ist es auf jeden Fall empfehlenswert zu Räuchern.
Das Haus auszuräuchern und auch die Menschen darin abräuchern.
Klassischerweise benutzt man Beifuß (Artemisia vulgaris).

Beifuß kann man auch an den Giebel des Daches, des Stalles und über die Türen hängen.

Er schützt vor „bösen Geistern“, vor Blitzschlag, Brand und Siechtum.

Wer einen Hofholunder (Sambucus nigra) hat, der sollte in den Raunächten jeden Tag etwas Spirit Food darunterlegen. 
Der Hofholunder ist der Frau Holle geweiht und die liebe Holle mag gerne alles Weiße. Also bietet sich zum Beispiel Mehl und Milch an.

Denk gerne daran, dass Du über die Äste, die direkt in den Boden gehen all Dein Siechtum ableiten und über die Knoten im Stamm Energie aufnehmen kannst.

Orakeln & Einkehr

Die Raunächte werden auch gerne zum Orakeln genutzt.

Unsere Vorfahren, und da brauchen wir gar nicht weit zurückgehen, haben in den Raunächten jeden Tag aufgeschrieben (oder sich einfach gemerkt, als es noch keine Computer oder Papier gab und die Gehirne noch leistungsfähiger waren), was an den zwölf Tagen jeweils für Wetter war, wie die Tagesqualitäten waren, wem sie begegneten und so weiter.

Der 22. Dezember steht dann für den Januar, der 23. für Februar und so weiter.
So kann man sich selbst eine kleine Jahresvorschau erstellen.

Auch die Träume sollten in die Vorschau mit einbezogen werden und aufgeschrieben.

Die Raunächte sind eine Zeit der Einkehr, eine Zeit, in der die Arbeit ruht und alle Räder stillstehen. Sie sind eine Zeit des Feierns.

Das Leben zwischen den Jahren.

Die Räder stehen still – das bedeutete vor allem, dass nicht gesponnen wird, die Spinnräder stehen still. Gesponnen haben nur Hexen und Zauberer… besonderes Garn.

Und den drei Spinnerinnen, den Bethen.

Für uns bedeutet das, dass wir in den Raunächten die Zeit zwischen den Jahren für uns selbst nutzen sollten und die Arbeit, soweit es geht ruhen lassen.

Die Räder stillstehen lassen. So wenig es geht Auto fahren und auch die Waschmaschine ruhen lassen (Wäsche sollte in den Raunächten nicht gewaschen werden, damit sich darin keine Geister verhängen. Bettwäsche erst recht nicht, damit sie nicht zum Leichentuch wird.)

Die drei Spinnerinnen, die Bethen (Bethe bedeutet so viel wie Erde, auch unser Wort Bett leitet sich davon ab) kommen aus der germanischen Mythologie her und sind Urd, Werdandi und Skuld.

Urd ist tief und unergründlich, sie steht für alles Verborgene, für das Nicht-Wissen – das Schicksal.

Werdandi (Wyrd) steht für das Hervorquellende – das Werdende.

Skuld spinnt das Dasein, das was festgesetzt ist und wir dem Leben und der Zukunft „schulden“ – Schuld, das was sein soll.

Von den Bethen (auf die ich in einem anderen Beitrag eingehen werde) stammt auch die Tradition an Hl. drei König, zum Ende der Raunächte Schutzzeichen an die Türe zu malen.

Früher war es XXX und heute ist es K+M+B – für die drei Damen wird auch der Tisch mit gedeckt und Spirit Food gegeben.

„St. Barbara mit dem Turm, St. Margaret mit dem Wurm, St. Kathrein mit dem Radl, das sind die drei heiligen Madl.“

Die alten Weisen, die Medizinmänner, Schamanen und Druiden, sowie die „Hexen“ haben in dieser Zeit gerne getrockneten Fliegenpilz und andere Halluzinogene zu sich genommen um die Visionen, die Vorausschauen zu erweitern oder/und um etwas zu verändern und für Andersweltreisen.

Manche nahmen an der wilden Jagd teil. Als Hilfsmittel hierzu diente auch die Flugsalbe.

Ich empfehle Euch weder Fliegenpilz noch Flugsalbe zu benutzen und auch NICHT an der wilden Jagd teilzunehmen.

Bei Fliegenpilz ist es wie bei allen Naturdrogen. Die Stärke kommt immer darauf an, wo der Pilz gewachsen ist, was in seiner Umgebung wächst, wann er gewachsen ist, was er gesehen hat, womit er vernetzt ist und wann und wie er geerntet und getrocknet wurde. – Es ist somit nicht abzuschätzen, wie viel Pilz, welche Stärke hat und was passieren wird und kann.
Mit einer falschen Dosierung einer Droge im Leben kann man sich sein Gehirn für immer ruinieren.

Und die Leber ist ein Wunderwerk unseres Körpers und kann ALLE induzierten Zustände eigenständig hervorrufen!
Durch Meditation.

Es dauert länger bis man in Meditationen solche Zustände erreichen kann, aber einmal gelernt, geht es für immer.

Hier kannst Du noch mehr über Brauchtum und die Wilde Jagd lesen.

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